Basisfakten zu der Route Nr.: 1466
...eingetragen durch: oeg

Region:   Bayerische Voralpen
Tour:   Klettern: bis III
Gipfel / Ziel:   D├╝rrmiesing - Hochmiesing ├ťberschreitung
Höhe:   1883 m
Ausgangspunkt:   Geitau
Endpunkt:   Geitau
Datum:   06.07.2014
Personenanzahl:  2

D├╝rrmiesing - Hochmiesing  ├ťberschreitung - Am Fu├č der Felsmauer - tief unten liegt die Steilenbergnalm.
D├╝rrmiesing - Hochmiesing  ├ťberschreitung - Die Schrofenrinne f├╝hrt in leichter Kletterei auf den Scheitel der Felsmauer.
D├╝rrmiesing - Hochmiesing  ├ťberschreitung - Den Aufschwung zum Vorgipfel nimmt man ├╝ber die rechte Kante. Aufnahmestandpunkt ist am Weg unterhalb des Soinsees.
Am Fu├č der Felsmauer - tief unten liegt die Steilenbergnalm. Die Schrofenrinne f├╝hrt in leichter Kletterei auf den Scheitel der Felsmauer. Den Aufschwung zum Vorgipfel nimmt man ├╝ber die rechte Kante. Aufnahmestandpunkt ist am Weg unterhalb des Soinsees.


Die Route mit eigenen Worten:

Für die Richtigkeit der Angaben bzw. für Unfälle aufgrund fehlerhafter Beschreibungen kann keine Haftung übernommen werden!

Routen-
Beschreibung:

Von Geitau am Segelflugplatz vorbei auf dem Forstweg zur Schellenbergalm (f├╝r eingefleischte Forstweghasser gibt es Alternativen am Steilenbach entlang ÔÇô aber angesichts des folgenden Anstiegs kann man es hier mal gem├╝tlich angehen lassen). Direkt hinter der Schellenbergalm auf deutlichem Steig nach rechts in Richtung Steilenberg. Der D├╝rrmiesing Ostgrat bricht mit einer breiten, ca. 100 m hohen und reichlich br├╝chigen Felsmauer zum Steilenberg hin ab, die zudem unten von einer dichten Latschenzone ums├Ąumt wird. Man folgt dem Steig ca. 400 Meter, bis man linker Hand auf ein nur 1-2 m breites Ger├Âllfeld trifft, ├╝ber das man die dichte Latschenzone relativ bequem durchsteigen kann. Dann links haltend ├╝ber steile, aber leichte Grasschrofen direkt auf den ersten Felsfu├č zu. Diesen umgeht man links (Bild 1 im R├╝ckblick) und steigt dann nach rechts ├╝ber eine Schrofenrinne (I, relativ guter Fels) auf die Kammh├Âhe des Abbruchs (Bild 2). Immer direkt an der Kante des Abbruchs entlang (teilweise exponiert, aber immer leicht) bis man den Beginn des D├╝rrmiesing Ostgrats erreicht.

Die Begehung erfordert im Folgenden einen guten Sp├╝rsinn f├╝r die richtige Gratseite. Wo m├Âglich, h├Ąlt man sich rechts am Rand der teilweise recht ausgesetzten, aber auch eindrucksvollen Nordabbr├╝che. Ausweichen nach links i.d.R. nur dort, wo freie Latschengassen vom Grat aus deutlich erkennbar sind. Ansonsten bleibt man, wenn Latschenkontakt unvermeidlich wird, am besten direkt auf der Grath├Âhe. Wer genau hinsieht, erkennt unter dem Dickicht immer wieder uralte Pfadspuren. Man erreicht so in ruppigem Anstieg den markanten Felsaufschwung vor dem Gipfelkamm. Der Felsaufschwung wird direkt an seiner rechten Kante erklommen (II-, exponiert, aber guter Fels - im oberen Teil kann man sich gut an den Latschen hinaufhangeln).

D├╝rrmiesing 2014Hinter dem Vorgipfel wieder meist entlang des Grats oder rechts unterhalb davon bis zum letzten Absatz vor dem Gipfel. Hier folgt eine ca. 100 m lange Latschenkampfzone oberster Kategorie, bis man nach links auf freie Grasschrofen ausweichen kann, ├╝ber die man dann den fast ebenen Gipfelkamm erreicht. Die letzten Meter wieder auf oder leicht rechts der Grath├Âhe durch zwar dichten, aber nicht allzu hohen Latschenbewuchs zum Gipfelsteinmann.

D├╝rrmiesing 2014

Der Grat zum Hochmiesing ist in seinem ersten Bereich bis zum markanten schrofigen Abbruch teilweise freigeschnitten. D├╝rrmiesing 2014 Der Abbruch l├Ąsst sich problemlos in leichter Kletterei ├╝berwinden (I-, siehe rechtes Bild: Blick vom Hochmiesing auf den Grat zum D├╝rrmiesing). Man kann nun nach S├╝den eine steile Ger├Âllrinne absteigen und unterhalb der Latschenzone querend eine Grasrinne erreichen, die zum Gipfelplateau des Hochmiessing f├╝hrt. Der direkte Grat erscheint auf den ersten Blick unbegehbar. Der Eindruck t├Ąuscht! Wiederum immer an der Kante der Nordabbr├╝che entlang kommt man exponiert (Vorsicht wegen des vielen losen Gesteins!) aber ohne gr├Â├čeren Latschenkontakt bis wenige Meter vor die tiefste Einsattelung zwischen D├╝rrrmiesing und Hochmiesing. Vorsicht: die Latschen h├Ąngen jetzt weit ├╝ber die Abbr├╝che hinaus. Daher kurz links haltend durch das Dickicht hinab und gleich wieder zur├╝ck zum Grat, den man in leichter und kurzweiliger Kletterei (I) bis vor den Gipfel des Hochmiesings verfolgt. Erst kurz vor vor dem Gipfelplateau weicht man den letzten Latschen nach links ├╝ber steile Grasschrofen aus.

Um die Runde perfekt zu machen, nehmen wir im Anschluss noch die Rotwand mit, die von Norden nach S├╝den ├╝berschritten wird.

D├╝rrmiesing 2014

R├╝ckblick von der Rotwand zu Hochmiesing und D├╝rrmiesing.






Abstieg ├╝ber die K├╝mpflscharte und den sch├Ân gelegenen Soinsee zur├╝ck nach Geitau.

Verhältnisse
am Tag der Tour:
(Wetter, Temperatur, Schneehöhe...)

Achtung: Absolute Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, seilfreies Klettern bis II und v.a. ein hohes Ma├č an ├ťbersicht im weglosen Gel├Ąnde sind unabdingbare Voraussetzung f├╝r diese ├ťberschreitung!


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