Basisfakten zu der Route Nr.: 1468
...eingetragen durch: oeg

Region:   Kitzbüheler Alpen
Tour:   Klettern: bis III
Gipfel / Ziel:   Westlicher und Östlicher Salzachgeier - Überschreitung aus dem Frommgrund
Höhe:   2469 m
Ausgangspunkt:   Tiefentalalm
Endpunkt:   Bamberger Hütte
Datum:   06.08.2014
Personenanzahl:  2

Westlicher und Östlicher Salzachgeier - Überschreitung aus dem Frommgrund - Am Grat zum Westlichen Salzachgeier
Westlicher und Östlicher Salzachgeier - Überschreitung aus dem Frommgrund - Westlicher Salzachgeier - im Hintergrund der Ostgipfel
Westlicher und Östlicher Salzachgeier - Überschreitung aus dem Frommgrund - Östlicher Salzachgeier - im Hintergrund der Westgipfel
Am Grat zum Westlichen Salzachgeier Westlicher Salzachgeier - im Hintergrund der Ostgipfel Östlicher Salzachgeier - im Hintergrund der Westgipfel


Hütten-Info:

Stützpunkt:   Bamberger Hütte Höhe:   1761 m
Type:  

Bewirtete Hütte
Beschreibung:
(offen, nur mit Schlüssel, Zustand, Belegung usw.)
Gute, saubere Hütte. Im Sommer unter der Woche eher wenig belegt.



Die Route mit eigenen Worten:

Für die Richtigkeit der Angaben bzw. für Unfälle aufgrund fehlerhafter Beschreibungen kann keine Haftung übernommen werden!

Routen-
Beschreibung:

Von der Tiefentalalm rechts haltend hinunter zum Bach, über die Brücke und auf schmalem Pfad wieder hinauf zur Forststraße, die oberhalb des Langen Grunds die Hänge der Bärentalköpfe quert. Weiter auf der Forststraße, zuletzt wieder absteigend, bis zur schön gelegenen Frommalm. Wir sind nach der Alm noch 400 m dem Steig in den Frommgrund gefolgt bis zu der Stelle, wo in der AV-Karte ein Pfad zu einer gewissen Kleefeldalm eingezeichnet ist. Der Pfad existiert an dieser Stelle nicht. Wir sind dennoch längs des Baches nach oben und haben, uns zunächst rechts, später wieder links haltend, die stellenweise etwas schroffe Steilstufe überlistet. Augenscheinlich ist es besser, gleich nach der Alm in südöstlicher Richtung hochzusteigen. Links haltend haben wir wieder undeutliche Pfadspuren aus Richtung Frommalm gefunden, die sich allerdings bald wieder im Dickicht verlieren. Das z.T. felsdurchsetzte Gelände erfordert in diesem Bereich generell einen guten Spürsinn.
Salzachgeier 2014
Weiter oben lichtet sich dann das Dickicht, und über steile Gras- und Schrofenhänge (Bild) erreichen wir in schönem Anstieg den SW-Grat des Westl. Salzachgeiers etwas nördlich des Kleefeldkopfes.

Jetzt immer entlang des steiler und schmäler werdenden Grats in leichter Kletterei (I) über große Blöcke und zuletzt über ein kurzes Wandl (I+) zum Steinmann auf dem Westgipfel des Salzachgeiers.

Etwas schwieriger gestaltet sich der Übergang zum niedrigeren, aber dafür mit einem Kreuz geschmückten Ostgipfel: wenige Meter entlang der Platten abwärts, wo der Grat sich bald in riesige Blöcke aufspaltet. Immer knapp nordseitig in abenteuerlicher Blockkraxelei (I) hinunter bis vor den ersten markanten Felsturm. Nach links (Norden) eine kurze Felsrinne abklettern (I+) und unterhalb der Felsen queren, bis man wieder zum Grat hochsteigen kann. Jetzt hinunter in die tiefste Einsenkung vor dem Ostgipfel. Wieder auf der Nordseite um den ersten Aufschwung herum und immer längs der Gratkante über leichte Blöcke und eine kurze Plattenschneide (II-) bis vor die senkrechte Gipfelwand.

Hier zwei Möglichkeiten:

Ein glatter, ca. 3m hoher Kamin (II) leitet auf einen Absatz vor dem Gipfel, von wo sich das Kreuz über leichte Blöcke erreichen lässt. Der Kamin bricht unterhalb in einer hohen Wandstufe ab.

Klettertechnisch etwas schwieriger, aber weniger exponiert, ist die zweite Variante.
Salzachgeier 2014Entlang der Felsen queren wir wenige Meter nach rechts bis zu einem schon von weitem sichtbaren Riss, der den ersten Teil des Gipfelwandls durchzieht. Wir klettern entlang des Risses an kleinen, aber festen Griffen nach oben (II+) bis zu einem Grasband, das oberhalb der Wand nach links zum Kreuz führt.

Das Bild zeigt die Route durch das Gipfelwandl.


Vom Ostgipfel steigen wir auf gutem, markierten Weg durch schöne, wasserreiche Hochlandschaft zum Salzachjoch und weiter zur Bamberger Hütte ab.


Verhältnisse
am Tag der Tour:
(Wetter, Temperatur, Schneehöhe...)

Der Gipfelkamin war klatschnass, zudem nur für großgewachsene Leute leicht zu erklimmen. Daher war die Variante über den Riss eindeutig vorzuziehen.

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