Basisfakten zu der Route Nr.: 264
...eingetragen durch: oeg

Region:   Texelgruppe
Tour:   Hochtour
Gipfel / Ziel:   Texelspitze - Roteck
Höhe:   3337 m
Ausgangspunkt:   Vorderkaser
Endpunkt:   Vorderkaser
Datum:   30.10.2005
Personenanzahl:  1

Texelspitze - Roteck - Roteck von der Texelspitze
Texelspitze - Roteck - Texelspitze vom Anstieg zum Roteck
Texelspitze - Roteck - Johannesschartl Nordseite
Roteck von der Texelspitze Texelspitze vom Anstieg zum Roteck Johannesschartl Nordseite


Die Route mit eigenen Worten:

Für die Richtigkeit der Angaben bzw. für Unfälle aufgrund fehlerhafter Beschreibungen kann keine Haftung übernommen werden!

Routen-
Beschreibung:

Vom Vorderkaser (1670 m) auf dem Fahrweg bis wenig Meter vor die Rableidalm. Über die Almwiesen ca. 50 Hm hinunter zum Bach. Direkt unterhalb der Alm befindet sich eine etwas wackelige Brücke. Auf der anderen Seite durch einen recht steilen Bachtobel empor. Kurze schrofige Unterbrechungen (je nach Bachstärke bzw. Jahreszeit etwas feucht...). Weiter oben legt sich der Tobel merklich zurück. Hier gibt es einige Steigspuren, die sich allerdings bald in alle Richtungen verteilen. Nun zwei Möglichkeiten: links haltend über eine Folge von Absätzen, kurzen Tobeln und flachen Mulden zum breiten Sattel westl. von Punkt 3190 m. Oder dem Talgrund folgen, später leicht rechts halten durch ein flaches plateauartiges Kar zum Kaserer Berg. Das Plateau bricht zur anderen Seite fast senkrecht ins Pfossental ab. Man folgt nun, einige kleinere Erhebungen überschreitend (ca 150 - 200 Hm Gegensteigung) , immer genau der Gratkante (leichte Kletterstellen bis I) bis vor Punkt 3190 m (Vereinigung mit der ersten Variante). Punkt 3190 m wird ebenfalls in leichter Kraxelei (I) überschritten (die Gratkante kann auch links in steilen Geröllrinnen umgangen werden - vermutlich weniger ratsam). Man erreicht hinter Punkt 3190 m (kurzer Abstieg ca. 100 Hm) wieder einen plateauartigen Absatz. Am besten immer rechts haltend an der Kante entlang (Vorsicht auf Wächten!) über zwei steilere Aufschwünge zu einem deutlichen Absatz im obersten SW-Grat, dem man in kurzer, leichter Kletterei (I) zum Gipfel (3318 m) folgt. Die Felsen sind wesentlich leichter, als es zu Beginn aussieht.

Weiter zum Roteck:

Zunächst recht einfach immer direkt am Grat entlang bis zu einer schmalen plattigen Schneide. Direkt an der Nordseite der Kante hinab (II+, bei Schneelage heikel) und, wieder etwas leichter, über ein paar kleine Zacken zu einem auffallenden Gratturm, der problemlos auf einem recht breiten Band auf der Nordseite umgangen wird. Danach über leichtes Gelände in die tiefste Einschartung (3100 m) zwischen Roteck und Texelspitze. Zum Roteck folgt man nun immer genau dem gut griffigen Grat bis zum Gipfel (bis max . II-, Umgehungen sind nicht nötig).

Abstieg vom Roteck zur Lodnerhütte über markierten Steig. Im oberen Teil einige Versicherungen. Der Steig samt Drahtseilen quert an einer Stelle in die Nordflanke, wo letztere dann gerne im Schnee versinken. Bei Schneelage muss man hier ca. 50 m der Gratkante folgen (II). Danach leichter, aber steiler Abstieg zur Lodnerhütte (2259 m).

Rückkehr ins Pfossental über das Johannesschartl (2854 m). Im oberen Bereich beidseitig recht steil (mit Ketten versichert). Auf der Nordseite bei Schneelage heikel, wenn die Ketten unter Schnee liegen.

Um den Gegenanstieg zum Johannesschartl etwas abzukürzen, kann man bei guter Firnlage vom Roteck direkt über die ca. 45 Grad steile NO-Flanke absteigen (nur bei ausreichend Schnee! Im unteren Teil unangenehme Platten und eine grosse Randkluft - Eiserfahrung ist Voraussetzung).

Schöne, grosse Tour in einmaliger, urtümlicher Landschaft. In deser Form sehr lang (ca. 2800 Hm). Evtl. Nächtigung in der Lodnerhütte anzuraten.

Verhältnisse
am Tag der Tour:
(Wetter, Temperatur, Schneehöhe...)

Schneegrenze nordseitig bei ca. 2300 m. Zunächst trittfest, danach Bruchharsch. Schneehöhe ca. 70-80 cm. Variante über den Kaserer Berg (in der morgendlichen Dunkelheit zu weit rechts gelandet). Aber aufgrund des Bruchharschs vermutlich weniger mühsam als der direkte Anstieg zu Punkt 3190 m. Gratkante bis Punkt 3190 über weite Strecken schneefrei. Recht weit, aber schön zu gehen. Ab Punkt 3190 m wieder sehr mühsam. Überschreitung zum Roteck an der plattigen Schneide vereist. Danach gut zu gehen. Alle weiteren Kletterstellen waren trocken. Zu wenig Schnee in der NO-Flanke, daher Umweg über Lodnerhütte. Versicherungen waren grossteils unter Schnee und nicht benutzbar.

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