Basisfakten zu der Route Nr.: 282
...eingetragen durch: oeg

Region:   Glockner
Tour:   Hochtour
Gipfel / Ziel:   Hocheiser Südgrat, Hochsedlgrat
Höhe:   3206 m
Ausgangspunkt:   Enzingerboden
Endpunkt:   Enzingerboden
Datum:   27.07.2006
Personenanzahl:  1

Hocheiser Südgrat, Hochsedlgrat - Sedlkarköpfl
Hocheiser Südgrat, Hochsedlgrat - Hocheiser Südgrat (oberer Teil)
Hocheiser Südgrat, Hochsedlgrat - Gletscherdach
Sedlkarköpfl Hocheiser Südgrat (oberer Teil) Gletscherdach


Die Route mit eigenen Worten:

Für die Richtigkeit der Angaben bzw. für Unfälle aufgrund fehlerhafter Beschreibungen kann keine Haftung übernommen werden!

Routen-
Beschreibung:

Vom Enzingerboden (1480m) auf der ehem. Baustrasse (Fahrverbot) zum Schwarzkarlsee. Die beiden beschilderten Abzweigungen zum Schwarzkarlsee bleiben links liegen. Man verlässt die Strasse hinter einer Brücke nach links und steigt über steile Grashänge auf den vom Sedlkarköpfl herabziehenden Schrofenrücken, wo man auf schwache Steigspuren trifft. Der Rücken wird bald schmaler und felsiger. Am Gipfelaufschwung des Sedlkarköpfls kurzweilige Kletterstellen (I-II). Im weiteren Kammverlauf sind einige schroffe Zacken zu überwinden (kurze Reitgrate und Hangelstellen, II+). An einem kleinen See erreicht man wieder flaches Gelände (hierher auch direkt vom Schwarzkarlsee über Geröllhänge). Rechts haltend an der Abbruchkante des Plateaus entlang, kurz abwärts zu einem weiteren grösseren See. Wiederum rechts vorbei und über den schuttigen Gipfelkamm (I+) zum Hochsedlkopf (2773 m). Jenseits am Grat weiter und an geeignter Stelle über loses Blockwerk zum Kleineiserkees hinunter. Den Gletscher leicht ansteigend queren (Spalten! - können links etwas mühsam im losen Geröll umgangen werden) zur Fallinie der tiefsten Einschartung zwischen Kleinem Eiser und Hocheiser (Eiserscharte? - der Kleine Eiser lässt sich von hier aus leicht ersteigen). Jenseits der Scharte (östl.) leicht absteigend queren und sobald wie möglich auf den Grat hinauf, der sich hier als breiter Rücken präsentiert. Wo der Grat schmäler wird, immer entlang der Kante hinauf (II-, fester Fels mit vielen Griffen). Steigspuren führen immer wieder nach links (ohne Vorteil). Ein steiler, turmartiger Plattenaufschwung wird links durch eine kurze Rinne zu einem Spalt umgangen. Sofort wieder nach rechts zur Grathöhe und auf dieser zum obersten Aufschwung. Hier eine 4 m hohe, senkrechte Blockstufe, die sich aber entlang breit-griffer Gesimse gut überwinden lässt (II). Danach leicht zum nahen Gipfel.

Abstieg nach Norden über das Gletscherdach (Vorsicht auf Wächten nach Osten), bald nach links über einen Eishang (knapp 30 Grad, ohne Spalten) zu einem Geröllabsatz am Gletscherrand. Nun entweder durch Geröll oder am (hier spaltenfreien) Gletscherrand in nördlicher Richtung abwärts. Auf ca. 2800 m wendet man sich nach links (Steinmann mit Holzstange) und erreicht über zunächst schrofige, später grasige Steilhänge den Schwarzkarlsee (Steigspuren, vereinzelte Steinmänner). Von beiden Enden des Sees führt jeweils ein markierter Weg zur Baustrasse zurück.

Verhältnisse
am Tag der Tour:
(Wetter, Temperatur, Schneehöhe...)

Leider etwas regnerisch. Südgrat war euch bei nassem Fels noch ausreichend griffig. Der Hochsedlgrat ist eine lohnende Zustiegsvariante zur Eiserscharte. Schöne, unberührte Landschaft mit vielen Seen. Sowohl der untere Teil am Sedlkarköpfl als auch der obere Teil am Hochsedlkopf lassen sich jeweils weiträumig über Geröllfelder umgehen.

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