Basisfakten zu der Route Nr.: 288
...eingetragen durch: oeg

Region:   Ötztaler Alpen
Tour:   Hochtour
Gipfel / Ziel:   Weisser Kogel, Südgrat - Ostgrat
Höhe:   3409 m
Ausgangspunkt:   Vent
Endpunkt:   Vent
Datum:   06.09.2006
Personenanzahl:  1

Weisser Kogel, Südgrat - Ostgrat - Kletterstelle am Beginn des Südgrats
Weisser Kogel, Südgrat - Ostgrat - Gipfelkreuz
Weisser Kogel, Südgrat - Ostgrat - Blick vom Weissen Kogel über den Ostgrat hinab zum Weisskarkogel
Kletterstelle am Beginn des Südgrats Gipfelkreuz Blick vom Weissen Kogel über den Ostgrat hinab zum Weisskarkogel


Die Route mit eigenen Worten:

Für die Richtigkeit der Angaben bzw. für Unfälle aufgrund fehlerhafter Beschreibungen kann keine Haftung übernommen werden!

Routen-
Beschreibung:

Von Vent zur Bergstation des Sessellifts (Rest. Stäblein). Man folgt dem Weg zur Breslauer Hütte noch ein kurzes Stück, dann rechts ab und über steile Wiesen leicht schräg aufwärts. Etwas höher trifft man auf den alten Weg Breslauer Hütte - Tiefenbachferner (spärl. Bez.), dem man ein kurzes Stück folgt. Wo der Weg sich nach unten zu wenden beginnt, geht man links aufwärts (Wegspuren). Man erreicht den Abfluss des Taufkars (tief eingeschnittene Ersosionsrinne). Die Rinne+Bach überschreiten (ca. 2600 m) und jenseits steil hinauf zum flachen Boden unter den Resten des Taufkarferners. Von der Breslauer Hütte kommend erreicht man diesen Punkt mit Vorteil, indem man das Wilde Mannle überschreitet. Man geht nicht bis zum Gletscher, sonder hält etwas rechts auf den auffälligen Höcker (Punkt 3247m, Steinmann) am Beginn des Südgrates zu. Der Höcker lässt sich von mehreren Seiten über steiles Geröll erreichen (meine Wahl über die WNW-Seite war etwas mühsam). Nach Punkt 3247m folgt man nun direkt dem zerscharteten Grat. Eine Querung nach rechts zum ehem. Bichlkarferner (wie im AV-Führer erwähnt) war hier nicht offensichtlich und müsste ggf. wesentlich weiter unten erfolgen (kaum ratsam). Der Grat selbst bietet schöne Kletterei (wenige Stellen II, sonst I) in festem, griffigen Gestein, bis er sich am Beginn des Vorgipfelaufbaus in einen breiten Rücken auflöst. Problemlos weiter bis zum Vorgipfel (Vereinigung mit dem NW-Grat (über dessen letzten Aufschwung man ohne Schwierigkeiten auch vom Mittelbergferner zum Vorgipfel ansteigen kann, Spalten unterhalb!). Über den nun teilweise verfirnten, nur nach links ausgesetzten Grat leicht zum Hauptgipfel hinüber.

Abstieg über den Ostgrat:

Wenige Meter nach Norden, dann über den hier breiten Ostgrat, teils über Firn, zum ersten kurzen Gegenanstieg (seichte Rinne, I). In der Folge immer auf der Gratöhe über mehrere Aufschwünge hinweg bis zum Weisskarkogel (2995 m). Der Grat ist nur an wenigen Stellen ausgesetzt (II, an der Schneide meist fester Fels), sonst viel Gehgelände. Alle Kletterstellen können südseitig leicht umgangen werden (I, weniger fester Fels). Abstieg vom Weisskarkogel kurz weiter entlang des Ostgrats. Dann nach Süden über steile Schrofen und Grashänge bis zum neuen, gut angelegten Höhenweg (Tiefenbachferner - Vent). Oder vom Weisskarkogel kurz dem Nordwestgrat folgen, dann (wo dieser extrem brüchig wird - Abbruchgefahr!) nach links durch eine sehr steile, aber kurze Geröll- und Schrofenrinne hinunter zu den Moränenausläufern des Weisskarferners mit vielen kleinen Gletscherseen und Bachläufen, denen man beliebig bis zum genannten Höhenweg folgt.

Sehr lohnende Überschreitung in absoluter Einsamkeit. Abgesehen vom erwähnten Steinmann am Südgratbeginn gibt es keinerlei Markierungen oder Wegspuren. Die Tour ist auch in Gegenrichtung empfehlenswert. Die Kletterstellen in Auf-und Abstiegsrichtung halten sich die Waage. Vorteil beim Abstieg über den Ostgrat ist jedoch der herrliche Blick auf die Gletscherberge rund um Vent, den man so ständig vor Augen hat.


Verhältnisse
am Tag der Tour:
(Wetter, Temperatur, Schneehöhe...)

Sonnig, warm. Der Neuschnee der letzten Tag war fast restlos verschwunden.

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