Basisfakten zu der Route Nr.: 313
...eingetragen durch: oeg

Region:   Verwall
Tour:   Klettern: bis III
Gipfel / Ziel:   Pflunspitzen - Kaltenberg
Höhe:   2913 m
Ausgangspunkt:   Salzhüttl
Endpunkt:   Salzhüttl
Datum:   24.08.2007
Personenanzahl:  1

Pflunspitzen - Kaltenberg - Kaltenberg Südwestgrat
Pflunspitzen - Kaltenberg - Einer der Türme im Kaltenberg-Südwestgrat. Links hinten die Pflunspitzen, ganz links die Südl. Pflunspitze.
Pflunspitzen - Kaltenberg - Kaltenberg Nordseite. Man erkennt die drei zu traversierenden Zacken zwischen den Gipfeln.
Kaltenberg Südwestgrat Einer der Türme im Kaltenberg-Südwestgrat. Links hinten die Pflunspitzen, ganz links die Südl. Pflunspitze. Kaltenberg Nordseite. Man erkennt die drei zu traversierenden Zacken zwischen den Gipfeln.


Die Route mit eigenen Worten:

Für die Richtigkeit der Angaben bzw. für Unfälle aufgrund fehlerhafter Beschreibungen kann keine Haftung übernommen werden!

Routen-
Beschreibung:

Vom Salzhüttl (erreichbar mir Kfz. von 18 - 9Uhr) zur Konstanzer Hütte. Vor der Brücke nach rechts (Beschilderung Reutlinger Hütte) auf zunächst breitem Fahrweg ins Pfluntal. Bei der Abzweigung zum Gstansjöchl weiter in Richtung Pfluntal auf zum Teil nur schwer erkennbarem Weg zum Gafluner Winterjöchl. Oberhalb der Jochhöhe nach rechts und über steiles Gras und Geröll in Richtung Pflunspitze. Besser leicht rechts halten, so dass man oberhalb der zwei markanten Felszacken den von der Südl. Pflunspitze (2869m) nach Südwesten abfallenden Grat erreicht. Über Geröll und Schrofen an den Felsaufbau der Südlichen Pflunspitze heran. Man folgt der Felsmauer einige Meter nach rechts (östl.). Dann nach links über eine gut gestufte Platte (II) zum Gipfel. Weiter dem zum Teil schmalen Grat entlang bis zur Einschartung vor dem Gipfelaufbau des "Südgipfels". Die Südliche Pflunspitze läßt sich auch links (westl.) umgehen, wobei man den Grat hinter dem Gipfel über steile Schrofenhänge wieder erreicht (I). Von der Scharte über eine kurze Plattenstufe (II) wenige Meter empor, dann über leichten Fels (I) zum Südgipfel und kurz weiter zum Vor- und zum Hauptgipfel. Vom Hauptgipfel den Grat nach Norden wenige Meter abwärts. Vor einem Abbruch nach rechts auf einer schmalen, aber gut gestuften Kante steil abwärts (II-) und gleich unterhalb des Abbruchs wieder nach links in die Scharte vor dem Nordgipfel. Zum Nordgipfel über eine Platte 2 Meter nach links, dann gerade empor über festen Fels (II). Zurück zur Scharte, dann nach Osten die brüchige Rinne abwärts (Achtung wg. Steinschlag, besser etwas rechts halten, I-II). Vom Ende der Rinne gleich nach links zum breiten, in Richtung Kaltenberg ziehenden Kamm, dem man bis zum Ansatz des Kaltenberg Südwestgrates folgt (etwas unübersichtliches Gelände).

Der Grat beginnt mit einer sehr schmalen Plattenschneide (gute griffe, fester Fels, II). Weiter immer am Grat über zahlreiche kleine Türme (II) in schöner Kletterei bis zu einem plattigen Steilaufschwung. Die Platte läßt sich längs eines Risses überwinden (III-). Keine günstige Umgehung möglich - allenfalls duch Abstieg in die Ostseite, abseits des Grates aber allenorts bröseliger, grasduchsetzter Fels. Nach der Platte weiter am Grat in nun einfacherem Fels bis zum "Vorgipfel", der allerdings wohl ca. 1 m höher ist als der kreuzgeschmückte "Hauptgipfel". Ein Abstieg vom "Vorgipfel" zum Gletscher ist ggf. über dessen Nordwestseite möglich (brüchiger Gletscherschliff). Der Übergang zum Kreuz ist nicht einfach: am Grat zu den sperrenden Zacken. Den ersten Zacken hanglend an der Kante südseitig in den dahinter liegenden Spalt. Auf der Nordseite 3 Meter über eine Verschneidung abklettern, dann den nächsten Zacken exponiert an einem schmalen Tritt umqueren zur dahinter liegenden Gratkante, die zum Kreuz führt (III, alle anderen "Wege" enden in reichlich heiklem, brüchigem Gletscherschliff!). Kurz vor dem Kreuz mündet von links die Rinne des Normalanstiegs von Norden. Der Abstieg durch die Rinne zum Gletscher ist durch ein Fixseil (s.u.) gesichert. Man quert den Gletscher an seinem obersten Rand (Steigeisen sind ratsam!) nach rechts hinaus zum Nordostgrat, den man unterhalb eines Gratturms erreicht, Steinmann. Danach bequemer Abstieg zu den Kaltenbergseen, wo man auf den Höhenweg Kaltenberghütte - Konstanzer Hütte trifft. Über den schönen Höhenweg zum Gstansjöchl und zurück ins Pfluntal und zur Konstanzer Hütte.

Verhältnisse
am Tag der Tour:
(Wetter, Temperatur, Schneehöhe...)

Gutes Wetter, alles trocken. Die Schwierigkeitsangaben im neuen Verwallführer sind nicht zutreffend. R511a und damit der Anstieg von der Konstanzer Hütte (R514) ist II. Grad. R512 hat ebenso Stellen im II. Grad - wie in R515 richtig angegeben (R515 vereinigt sich mit R512 vor Beginn der Schwierigkeiten). Definitiv erreicht man beim Anstieg über den Kaltenberg Südwestgrat den Gipfel nicht von "Osten" (R534). "Hübsche Gratwanderung" klingt zu einfach - der Grat ist zwar sehr schön - aber keine "Wanderung". Ähnliches gilt - zumindest derzeit - für den Kaltenberg Normalweg (R531): die Befestigung des oben genannten Fixseils ist zweifelhaft - das Seil selbst ist morsch und an einigen Stellen aufgespleist, an den letzten Metern vor dem Gletscher bereits abgerissen (d.h. von unten nicht mehr greifbar). Abklettern (bzw. Aufstieg) ohne das Fixseil ist heikel wegen des brüchigen Gesteins, II-III. Will man von Norden kommend zum höchsten Punkt, dann besser den Gletscher weiter queren (hier aber Spalte!) und von rechts her zu diesem ansteigen.

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