Basisfakten zu der Route Nr.: 464
...eingetragen durch: oeg

Region:   Ötztaler Alpen
Tour:   Hochtour
Gipfel / Ziel:   Gawelzspitze - Valvelspitze - Pleresspitze
Höhe:   3359 m
Ausgangspunkt:   Glieshof
Endpunkt:   Glieshof
Datum:   18.06.2008
Personenanzahl:  1

Gawelzspitze - Valvelspitze - Pleresspitze - Blick von der Gawelzspitze zur Valvelspitze
Gawelzspitze - Valvelspitze - Pleresspitze - Der Marmortisch am Gipfel der Valvelspitze
Gawelzspitze - Valvelspitze - Pleresspitze - Langer Blockgrat zur Pleresspitze (mit dem steilen, exponierten Gipfelaufschwung links im Hintergrund)
Blick von der Gawelzspitze zur Valvelspitze Der Marmortisch am Gipfel der Valvelspitze Langer Blockgrat zur Pleresspitze (mit dem steilen, exponierten Gipfelaufschwung links im Hintergrund)


Die Route mit eigenen Worten:

Für die Richtigkeit der Angaben bzw. für Unfälle aufgrund fehlerhafter Beschreibungen kann keine Haftung übernommen werden!

Routen-
Beschreibung:

Vom Glieshof auf Fahrweg zur Äußeren Matscher Alm. Hier dem bez. Weg Nr.7 "Oberettes Hütte/Klamm" folgen. Zunächst steil durch Wald hoch, bis man auf einen Höhenweg trifft. Man folgt dem Höhenweg und quert die Ost-Ausläufer der Pleresspitze, bis der Weg zur Klamm hinunterführt. Hier links ab und noch ein kurzes Stück auf gleicher Höhe bis in den flachen Karboden des Mittleren Gawelzkars. Nun das Kar hoch, bis man auf ca. 2800 Meter bequem zum Ostgrat der Gawelzspitze queren kann. Nun immer dem Grat folgen mit einigen leichte Kletterpassagen (I) zum Gipfel der Gawelzspitze (3175 m, Steinmann). Weiter am nun etwas schmäleren und schwierigeren Grat (II-) zur nächsten Erhebung 3194 m, wo der Grat wieder breiter wird. Nach kurzem Anstieg erreicht man den Vereinigungspunkt mit dem Südostgrat der Valvelspitze. Kurz leicht empor zum ersten Zacken, danach exponierter Abstieg (II+) in eine enge Scharte. Die folgende Plattenschneide wird gerade erklettert (III-). Kurzer Abstieg ins nächste Schartl. Den folgenden Plattenaufschwung ersteigt man am besten von rechts nach links (exponiert, griffarm, III), bis man auf das flache Gipfeldach und weiter zum Gipfel mit dem "Touristentisch" gelangt. Einfachere Möglichkeit: Vom Vereinigungspunkt mit dem Südostgrat auf der Planeiler Seite über sehr steiles Geröll und Schrofen etwas absteigen, bis man zur Südflanke der Valvelspitze queren kann, die man über ebenfalls sehr steile Geröll- und Schrofenhänge (I) ersteigt. Im Abstieg dem heiklen Plattengrat vorzuziehen - bei Schneelage aber ggf. problematisch (45-50 Grad Neigung).

Übergang zur Pleresspitze (3188 m): der erste Teil vom genannten Vereinigungspunkt bis zur tiefsten Scharte kann auf der Planeiler Seite umgangen werden. Der nun folgende Grat wird immer entlang der Schneide begangen. Achtung: der Grat ist langwierig, ziemlich brüchig und stellenweise nicht einfach (II+). Der letzte Aufschwung zum Gipfel (Holzstange, Gipfelbuch) ist nach offensichtlichem Felsausbruch sogar eher im IIIer Bereich anzusiedeln (wg. der vereisten, brüchigen Felsen mag dies aber auch ein subjektiver Eindruck gewesen sein). Der jenseitige Abstieg über die Südflanke zur Matscher Alm ist leicht.

Achtung: die in der neuesten Tabacco-Karte eingezeichneten Wege von der Planeiler Seite auf die Gawelzspitze (???) und von Norden (!) auf die Pleresspitze exisitieren nicht!

Verhältnisse
am Tag der Tour:
(Wetter, Temperatur, Schneehöhe...)

Instabile Nordföhnlage. Immer noch viel Altschnee, ab 3000 m ca. 40 cm Neuschnee. Lawinengefahr in den Flanken (immer wieder Selbstabgänge zu beobachten). Auch auf den Graten entsprechend heikel. Insgesamt sehr schlechte Verhältnisse.

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