Basisfakten zu der Route Nr.: 495
...eingetragen durch: oeg

Region:   Zillertaler Alpen
Tour:   Klettern: bis III
Gipfel / Ziel:   Floitenturm
Höhe:   2805 m
Ausgangspunkt:   Ginzling
Endpunkt:   Ginzling
Datum:   30.08.2008
Personenanzahl:  3

Floitenturm - Plattige Gipfelflanke (Foto von ADI)
Floitenturm - Die letzten Felsen vor dem Gipfel (Foto von ADI)
Floitenturm - Auf dem Grasband (Foto von ADI)
Plattige Gipfelflanke (Foto von ADI) Die letzten Felsen vor dem Gipfel (Foto von ADI) Auf dem Grasband (Foto von ADI)


Die Route mit eigenen Worten:

Für die Richtigkeit der Angaben bzw. für Unfälle aufgrund fehlerhafter Beschreibungen kann keine Haftung übernommen werden!

Routen-
Beschreibung:

Von Ginzling (Parkplatz bei der Dristenbachalm, 1180m) auf dem Fahrweg zum Whs. Steinbock. Direkt hinter dem Haus beginnt ein zunächst undeutlicher, etwas verwachsener Jägersteig. Ziel ist der Eingang der Bockklamm. Man hält sich nahe des Bachbetts und steigt in der Klamm ca. 100 Hm auf. Dann auf schwachem Pfad nach rechts in den Wald. Kurz darauf wird mittels einer Holzleiter ein kleiner Abbruch überwunden. Dann durch felsdurchsetzten Steilwald (zum Teil Drahtseile und ein paar Eisenstifte) zur Waldgrenze hinauf. Weiter über steile Wiesen links der Toiflerklamm (schöne Tiefblicke!) hinauf zum südlichen Bleiarzkar, wo der Pfad sich allmählich verliert. Bei ca. 2150 m nach links ins Kar und dieses wenig ansteigend queren bis zu einer Plattenrinne, die man an einer deutlich erkennbaren Unterbrechung der Platten quert (ca. 2200 m). Jenseits über sehr steile Grashänge hinauf zu einem Felsblock in einem Zweiggrat, der von einer Scharte südlich des Gipfels herabzieht. Man folgt nun dem Zweiggrat, bis man auf dem nördlich gegenüberliegenden eigentlichen Südwestgrat oberhalb eines schmalen Grasbandes (zweites Grasband, das von der Rinne in Richtung Grat führt) einen großen Steinmann erkennen kann (rechts neben einer winzigen Scharte). Man quert die Rinne zum Band und folgt diesem (heikel) bis in die kleine Scharte. Ein abdrängender Felsblock kurz vor der Scharte kann mit Hilfe eines großen Griffes im Felsblock mit einem großen Schritt "umgangen" werden (II). Von der Scharte über eine kurze Stufe zum Steinmann. Weiter wenige Meter am Grat (II), dann kurz nach links in die nächste Rinne und an deren rechten Rand immer in Gratnähe (wenn möglich auf diesem) zu den Gipfelfelsen. Rechts vom Gipfelkreuz führt eine kaminartige Rinne zum Grat (II+, eine Stelle III-, es gibt ein uraltes Fixseil, welches an einem wackeligen Haken befestigt ist. Kann zur Stützung des Gleichgewichts genutzt werden - keinesfalls voll belasten!). Vom Ende der Rinne in wenigen Schritten nach links zum exponierten Gipfel mit großartigen Tiefblicken.

Tolle Tour für Einsamkeitsliebhaber. Von Beginn an durchwegs steiles und exponiertes Gelände. Absolute Trittsicherheit erforderlich - sonst wird die Tour zur Qual! Bei Nässe gefährlich. Guter Orientierungssinn ist nötig - der winzige und einzige Durchschlupf zum Gipfelbereich ist schwer zu finden.

Verhältnisse
am Tag der Tour:
(Wetter, Temperatur, Schneehöhe...)

Bestes Spätsommerwetter. Fixseil in marodem Zustand.

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