Basisfakten zu der Route Nr.: 738
...eingetragen durch: oeg

Region:   Ötztaler Alpen
Tour:   Hochtour
Gipfel / Ziel:   Vorderer Brochkogel - Platteikogel
Höhe:   3565 m
Ausgangspunkt:   Vent
Endpunkt:   Vent
Datum:   22.07.2009
Personenanzahl:  1

Vorderer Brochkogel - Platteikogel - Vorderer Brochkogel vom Grat zum Platteikogel
Vorderer Brochkogel - Platteikogel - Die Felsschneide zwischen Vorderem Brochkogel und Platteikogel
Vorderer Brochkogel - Platteikogel - Vorderer Brochkogel und (ganz links) Platteikogel von der Breslauer Hütte
Vorderer Brochkogel vom Grat zum Platteikogel Die Felsschneide zwischen Vorderem Brochkogel und Platteikogel Vorderer Brochkogel und (ganz links) Platteikogel von der Breslauer Hütte


Die Route mit eigenen Worten:

Für die Richtigkeit der Angaben bzw. für Unfälle aufgrund fehlerhafter Beschreibungen kann keine Haftung übernommen werden!

Routen-
Beschreibung:

Von Vent 1900m zum Rest. Stablein (Bergstation des Sessellifts - 2356m) enweder auf breitem Fahrweg oder (schneller) auf steilem Serpentinensteig. Weiter auf bequemem Weg zur Breslauer Hütte 2840m. Man folgt nun dem gut angelegten Höhenweg zur Vernagthütte (Seufertweg) bis hinter die zweite Brücke im Mitterkar. Dort Wegweiser 'Voderer Brochkogel' - Wer nun allerdings einen Weg oder irgendwelche Markierungen sucht, sucht vergeblich. Ca. 50 Hm entlang der Moräne aufwärts ins Mitterkar, dann nach links in eine flache Rinne und in deren Grund nochmals 50 Hm hoch zum ersten Steinmann (2900m). Hier nach links den Steinmänchen folgen in den weiten Sattel zwischen Punkt 3051m (AV-Karte) und Vorderem Brochkogel. Großer Steinmann. Nun nach rechts immer am zunächst wenig ausgeprägten Gratrücken hoch und zuletzt etwas steiler zum Vorgipfel 3410m (leicht, einige wenige Steinmännchen, kaum Wegspuren). Am flachen und breiten Grat weiter zur Vereinigung mit dem SW-Grat und nun auf ausgesetzter Felsschneide (I) zum Hauptgipfel.

Schöne, einfache und gletscherfreie Tour auf einen hohen Berg. Super Aussicht und auch eindrückliche Nahsicht auf die Wildspitze. Trotzdem die Route mit Steinmänchen leidlich markiert ist, ist Orientierungsvermögen nötig, sonst landet man schnell im mühsamen Schotter.

Übergang zum Platteikogel: Zurück zur Vereinigung mit dem SW-Grat und entlang diesem 120 Hm abwärts. Hier beginnt eine schmale, zackige Felsschneide, über die man die Scharte 3369m zwischen Brochkogel und Platteikogel erreicht (II, brüchig, heikel).

Es folgt ein mit zahlreichen Türmchen besetzter Felsgrat. Teilweise ist der Fels fest und gut zu klettern (II+) zum Teil aber auch sehr wackelig aufeinander geschichtete Blöcke. Am besten immer am Grat bleiben - Umgehungen enden meist in der Sackkgasse. Zuletzt 20m hoher Abbruch in eine Scharte (schwierig, III). Der nächste felsige Gratabschnitt weist wieder relativ festen Fels auf und ist gut zu überklettern (II-). Von der letzten Scharte leicht über Blockwerk zum Gipfel des Platteikogels (3427m). Diese letzte Scharte kann man einfach aber mühsam über steilen Schutt und viel loses Geröll vom Platteiferner aus erreichen. Wem die Gratschneide zu heikel ist, der kann auf diese Weise die beiden Gipfel dennoch miteinander verbinden.

Vom Platteikogel Abstieg am S-Grat über zwei kleine felsige Erhebungen (I+, brüchig) zu einem Steinmann, wo der Grat breit und flach wird (ca. 3200m). Hier links abwärts und über Geröll und Moränengelände zurück zum anfangs erwähnten großen Steinmann oder gerade hinunter zum See im Platteikar und weiter zum Seufertweg (bequemer, aber +80Hm).


Verhältnisse
am Tag der Tour:
(Wetter, Temperatur, Schneehöhe...)

Gutes Sommerwetter. Am Morgen klare Sicht, später etwas trüb mit hoher Bewölkung und ein paar Quellwolken. Noch relativ viel Altschnee und z.T. auch etwas Neuschnee.

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